M/S Wilhelm Tham

Das zweitälteste Schiff der Reederei

Genau wie die M/S Juno wurde die M/S Wilhelm Tham in der Motala Werft gebaut und im Jahre 1912 fertiggestellt. Heute hat das Schiff 25 Kabinen, die sich auf drei Decks verteilen und etwa 50 Passagieren Platz bietet. Auf dem Zwischendeck (Shelterdeck) liegen Speisesaal und Salon. Auf dem sogenannten Brückendeck ermöglicht ein überdachtes Achterdeck einen geschützten Ausblick bei jedem Wetter.

Nachdem man zwei Kabinen am Heck des Shelterdeckes im Jahre 2001 entfernte, wurde der Speisesaal der Wilhelm Tham geräumiger. Die Kabinen sowie Speisesaal und Salon wurden 2003-2004 restauriert. Wir legen wert darauf, die authentische Atmosphäre zu bewahren und bemühen uns die Einrichtung im historischen Stil zu gestalten.

Seit 2004 steht die M/S Wilhelm Tham – sowie unsere anderen Schiffe – unter Denkmalschutz. Das bedeutet, die staatlichen Maritimen Museen betrachten dieses Kanalboot als kulturhistorisch wertvoll. Natürlich sind wir darauf sehr stolz und sehen es als eine Anerkennung unserer Anstrengungen für den Erhalt der historischen Boote.

Kabinen

Die Kabinen sind mit stilvolle Textilien und Details aus Messing schön eingerichtet. Die Kabinen sind zwar klein, aber gemütlich und geben den Gästen einen Eindruck vom Reiseerlebnis alter Zeiten. Die Größe entspricht ungefähr einem Schlafwagenabteil in einem Zug. In jeder Kabine gibt es einen Waschtisch (warmes und kaltes Wasser). Alle Kabinen befinden sich auf der Außenseite des Schiffes und oberhalb des Wasserspiegels.

Betten

Die Kabinen auf der M/S Wilhelm Tham haben alle Etagenbetten. Die zwei "Hochzeitskabinen" auf dem Hauptdeck sind die einzige Ausnahmen: hier gibt es ein 120 cm breites „Queen-size“-Bett. Auf Shelter- und Brückendeck haben die Gäste direkten Zugang zu den Kabinen vom Deck aus.

Kategorie A – Brückendeck

Das oberste Deck des Schiffes heißt Brückendeck. An Bord der M/S Wilhelm Tham findet man sechs Kabinen auf dem Brückendeck. Von diesem Deck hat man die beste Aussicht und das Brückendeck dient auch als Sonnendeck. Für die Gäste die Kabinen der Kategorie A gebucht haben, warten Champagne, Obst und ein Bademantel bei der Ankunft. Auf dem Brückendeck gibt es zu einer Toilette und einer Dusche Zugang.

Kategorie B – Shelterdeck

Das Einsteigedeck mitten im Schiff nennen wir Shelterdeck. Auf dem Shelterdeck befinden sich der Speisesaal, die gemütliche Lounge und insgesamt sechs Kabinen. In der Nähe der Kabinen gibt es zwei Toiletten, die eine davon ist mit einer Dusche kombiniert.

Kategorie C – Hauptdeck

Unter dem Shelterdeck liegt das Hauptdeck, das durch eine Treppe zu erreichen ist. Auf dem Hauptdeck gibt es 13 Kabinen, zwei davon sind unsere „Hochzeitskabinen". Auf diesem Deck gibt es drei Toiletten und drei Duschen.

Dusche und WC

In keiner der Kabinen gibt es eine Toilette oder Dusche, es gibt aber gemeinsamen Toiletten und Duschen auf jedem Deck. Sämtliche Toiletten und Duschen haben im Stil Ähnlichkeiten mit dem übrigen Interieur, d.h. warme Farbtonen und Edelholz. Sie sind von den Kabinen einfach zu erreichen, und bieten genug Privatsphäre. Mehrmals am Tag werden die Toiletten gesäubert.

Bootsdaten

Die M/S Wilhelm Tham gehört seit 2001 zu Strömma Turism & Sjöfart, als das Unternehmen Anfang dieses Jahres die Rederi AB Astrea übernahm. Heimathafen ist Göteborg.

Seit 2004 steht die M/S Wilhelm Tham unter Denkmalschutz, worauf wir natürlich sehr stolz sind.  

Baujahr: 1912 
Registr.-Nr. :5359 
Signalbuchstaben: SHIG 
Werft: Motala 
Fahrt: 9 Knoten 
Maschine: 600 PS 
Bruttotonnen: 268 
Länge: 31,53 m 
Breite: 6,73 m 
Tiefgang: 2,72 m 
Anzahl Kabinen: 25 
Behindertengerecht: Nein

Geschichte

Die M/S Wilhelm Tham ist das zweitälteste Schiff der Reederei Göta Kanal. Ihr Namensgeber war Industrieller und mehrere Jahre lang (1876-1911) Geschäftsführer der Waffenfabrik Husqvarna. 

Sie lief 1912 vom Stapel der Motala Werft. Die Maße des Schiffes waren so berechnet, dass sie genau in die Schleusen des Kanals passte. Sie bildete mit Viktor Rydberg und Per Brahe eine Serie von drei Schiffen, die alle nach bekannten Persönlichkeiten aus der Region Småland benannt waren.

1914 kam die Wilhelm Tham durch eine Fusion mit Ångbåts Aktiebolaget Jönköping-Stockholm in Besitz der Reederei. Ihr jetziges Aussehen erhielt die Wilhelm Tham in der Falkenbergs Werft Anfang der 60er Jahren. Unter anderem wurde der Deckaufbau am Masten umgesetzt, der auf dem Dach des Steuerhauses steht. Durch diesen Umbau konnte die Anzahl der Kabinen verdoppelt werden. 1965 wurde der Dampfkessel durch Dieselmotoren ersetzt.

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